So viele große Ideen in so einer kleinen Flasche. Erfahren Sie, was dahinter steckt, und was das für Sie bedeutet.
Die PlantBottle™ Flasche ist eine Verpackungsinnovation von The Coca-Cola Company, die in Deutschland zuerst bei der Wassermarke ViO eingeführt wird. Die PET-Flasche ist zu 14 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen und zu 35 Prozent aus wiederverwertetem Kunststoff hergestellt, der Rest ist Neumaterial. Damit ist die PlantBottle™ Flasche ein erster Schritt auf dem Weg zu 100-prozentig aus nachwachsenden Rohstoffen bestehenden Getränke-Verpackungen, wie sie Coca-Cola anstrebt.
Traditionelle PET-Flaschen werden auf Basis von Rohöl/ Erdgas hergestellt. Bei der PlantBottle™ Flasche werden bis zu 14% der fossilen Rohstoffe im PET durch nachwachsende Rohstoffe (Pflanzen) ersetzt. Das reduziert den Einsatz fossiler Ressourcen. Darüber hinaus enthalten die PET-Flaschen in Deutschland einen Anteil von 35% wiederverwertetem Kunststoff. Alles andere ist identisch: Die PlantBottle™ ist genauso recyclebar wie andere PET-Flaschen und chemisch betrachtet gibt es keinen Unterschied zwischen dem PET aus Pflanzen und dem aus Öl.
Coca-Cola setzt die PlantBottle™ seit 2009 weltweit in neun globalen Märkten (Brasilien, Kanada, Chile, Dänemark, Japan, Mexiko, Norwegen, Schweden und den USA) für Marken wie Coca-Cola, Bonaqa Water, Sprite und Vitaminwater ein.
PET Kunststoff besteht zu 30% aus MEG (Monoethylenglykol) und zu 70% aus TA (Terephthalsäure). Technisch ist es heute erst möglich, das MEG auf pflanzlicher Basis (Zuckerrohr) herzustellen. Daher kombinieren wir zwischenzeitlich Material aus Pflanzen mit wiederverwertetem Kunststoff (Recyclat), um die Umweltfreundlichkeit unserer Packungen weiter zu erhöhen.
Ja, die Versorgung ist auch bei steigender Nachfrage sichergestellt.
Zuckerrohr basiertes Ethanol aus Brasilien ist das einzige Bio-Ethanol der 1. Generation, welches von Meinungsführern weltweit für seine ökologische und soziale Nachhaltigkeit anerkannt ist. Es reduziert Treibgas-Emissionen, hat kaum Einfluss auf die Artenvielfalt, wird in effizienten Verfahren angebaut und steht nicht im Wettbewerb zum Lebensmittelanbau.
Wir arbeiten jedoch heute schon an Verfahren Bio-Ethanol aus anderen Pflanzen und Pflanzenresten herzustellen. Diese Rohstoffe sind im Gegensatz zum Zuckerrohr weltweit verfügbar und werden die Umweltfreundlichkeit unserer Packungen weiter erhöhen.
Z.B. Einsatz von Naturdünger, natürliche Bewässerung über Regen, maschinelle Ernte.
Nein. Mit der Ausweitung des Zuckerrohranbaus in Brasilien kam es nicht zu einer Abnahme der Lebensmittelproduktion. Der zusätzliche Zuckerrohranbau findet mehrheitlich auf ungenutzten Agrar-Flächen statt und führt daher nicht zur Verdrängung anderer Nutzpflanzen. Schätzungen zeigen zudem, dass die Zuckerrohrproduktion 30mal höher sein könnte, ohne Gefahr für das Ökosystem oder den Anbau anderer Nutzpflanzen zu haben.
Dafür gibt es keine Hinweise. Über 99% der brasilianischen Zuckerrohr-Plantagen sind mehr als 2.000 km vom Amazonas entfernt und die brasilianische Regierung hat zudem ein agrar-ökologisches Programm initiiert, das die Ausweitung von Zuckerrohr auf 7,5% des brasilianischen Territoriums limitiert und den Zuckerrohranbau in über 90% des Landes komplett verbietet.
Dafür gibt es keine Hinweise. Zuckerrohr wird fast ausschließlich über den natürlichen Regen gewässert. Zudem arbeiten wir eng mit einer Vielzahl von Organisationen zusammen, um nachhaltige Anbaupraktiken zu unterstützen, z.B. mit WWF bei Bonsucro (Eine globale Organisation, die ökologische/ soziale Zuckerrohr-Produktion vorantreibt).
Die Einführung der PlantBottle™ Flasche befindet sich weltweit in der Implementierungsphase. Sie wird sukzessive in verschiedenen Märkten für verschiedene Produkte eingeführt. Ziel ist es, bis 2020 alle PET-Flaschen zu PlantBottle™ Flaschen zu machen.
Die Ankündigung des Wettbewerbers war, im Jahr 2012 einige hunderttausend Exemplare im Markt zu testen. Auch The Coca-Cola Company hat bereits unter Laborbedingungen eine vollständig pflanzenbasierte PET-Flasche erfolgreich getestet.
Und nicht nur das. The Coca-Cola Company hat bereits im letzten Jahr 2,5 Milliarden PlantBottle™ -Verpackungen (mit bis zu 30% nachwachsenden Rohstoffen) in neun Märkten weltweit eingesetzt. Ziel ist es, diese Zahl in 2011 zu verdoppeln. Außerdem ist geplant, bis 2020 alle PET-Flaschen zu PlantBottle™ Flaschen zu machen.
Die neue ViO PET-Flasche enthält neben den pflanzlichen Rohstoffen auch einen Anteil von 35% recycletem Material. Durch den Anteil von Recyclematerial werden die CO2 Emissionen, die im Produktionsprozess entstehen, um 33% reduziert.
Es wird erwartet, dass der zusätzliche Anteil von pflanzlichen Rohstoffen die CO2 Bilanz noch weiter verbessert.
Das Imperial College London hat die PlantBottle™ einer Lebenszyklus-Analyse unterzogen um die Ökobilanz des Anteils an pflanzlichen Rohstoffen in der PlantBottle zu berechnen. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) hat diese Analyse überprüft. Die Ergebnisse der Studie werden Ende des Jahres 2011 vorliegen.
PET besteht zu 30% aus Monoethylenglykol (MEG) und zu 70% aus Terephtalsäure (TPS). Im PlantBottle™ Prozess ist es gelungen, das MEG aus pflanzlichen statt aus erdölbasierten Rohstoffen herzustellen. Wir verwenden 35% recycletes Material und nur 65% Neumaterial. Technisch könnten von diesen 65% Neu-PET bis zu 30% aus pflanzlichen Rohstoffen sein. Das entspricht 22,5% bezogen auf die ganze Flasche. Momentan erreichen wir einen Anteil von 14% an pflanzlichen Rohstoffen in der ViO PlantBottle™ Flasche.
Die ViO PlantBottle™ Flasche mit 14% Pflanzenanteil ist zudem unser 1. Schritt. Unser Ziel ist es den Pflanzenanteil auf 100% zu bringen. Weiterhin arbeiten wir mit Partnern an der Entwicklung einer zellulosischen Lösung, um Zucker aus Pflanzenabfällen und -resten zu gewinnen. Wir betrachten dies als die nächste Phase unserer PlantBottle™-Verpackungs-Innovation.
Nein, die technischen Daten bleiben unverändert. Es gibt keine Unterschiede bzgl. Gewicht, chemischer Zusammensetzung, Qualität und Mindesthaltbarkeitsdatum zur vorherigen ViO PET-Flasche.
Lediglich die Farbe der neuen ViO PlantBottle™ Flasche ist minimal dunkler, auf Grund des erhöhten Recyclat Anteils.
Nein. Die gleichbleibend hohe Produktqualität wurde durch Sensorik-Tests bestätigt.
Alle PET Packungsgrößen (0,33 L, 0,5 L, 0,75 L 1,5 L) werden umgestellt mit Hinweis auf dem Etikett. Auch die PET Exportflaschen werden auf die PlantBottle™ Flasche umgestellt, jedoch hier ohne Hinweis auf dem Etikett.
Ja, genauso wie traditionelle Einweg PET Flaschen.
Nein, aber sie ist zu 100% recyclebar.
Kunststoffe aus Bioethanol sind nicht biologisch abbaubar. Sie sind chemisch identisch mit herkömmlichem PET. Kompostierbarkeit von Kunststoffverpackungen hat sich auch nicht als ökologisch vorteilhaft erwiesen, weil es sich um eine kalte Verbrennung handelt und das CO2 ungenutzt in die Atmosphäre gelangt. Deshalb ist es ökologisch viel sinnvoller Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen in einem möglichst hohen Wertstoffkreislauf in Form von PET-Recycling oder Mehrwegsystemen zu führen.
Ja, genauso wie traditionelle PET-Flaschen.
Unsere Forschungsabteilungen arbeiten intensiv an Technologien, um die anderen 70% des PETs (TA bzw. Terephthalsäure) nachhaltig und kommerziell durchführbar aus Pflanzen herzustellen. Dabei wurden bereits erste technische Fortschritte erzielt. Ziel ist es, bis 2020 eine PlantBottle™ Flasche mit 100% Pflanzenanteil zu haben. Zudem arbeiten wir mit Partnern an Verfahren MEG aus Pflanzenresten (z.B. Fruchtschalen, Gras-Abschnitt, Rinde), anstatt aus Zuckerrohr zu gewinnen. Diese Pflanzenreste sind weltweit verfügbar und werden die Umweltfreundlichkeit unserer Packungen weiter erhöhen.